Mit 3’169 Einsätzen bestätigt sich die hohe operative Auslastung der vier Rettungsbasen des Unternehmens. Der Grossteil der Einsätze wurde von den Crews der Basis Sion mit 1’996 Einsätzen durchgeführt, aber auch die anderen Basen standen dem in nichts nach. Ab Lauterbrunnen wurden 652 Einsätze geflogen, ab Collombey 274 und ab Gstaad 247 (ausschliesslich Winterrettungsdienst). Diese Zahlen unterstreichen die zentrale Rolle der Helikopterrettung, insbesondere in den Alpenregionen, wo Air-Glaciers hauptsächlich in den Kantonen Wallis, Bern, Waadt und Luzern tätig ist.

Häufigster Einsatzgrund sind Wintersportler

Von den insgesamt 3’169 Einsätzen betrafen 74 % Unfälle. 52 Prozent standen im Zusammenhang mit dem Wintersport. Skifahren, Snowboarden, Skitouren und Freeriden verursachten in den Wintermonaten eine hohe Arbeitsbelastung für die Einsatzkräfte. Wintersportarten sind somit nach wie vor der Hauptgrund für Einsätze. In der Hochsaison können bis zu sechs Helikopter und ihre Besatzungen gleichzeitig mobilisiert werden, um eine schnelle und effiziente Versorgung zu gewährleisten. Dank der strategischen Lage ihrer Stützpunkte in Sion, Collombey, Lauterbrunnen und Gstaad kann Air-Glaciers Patienten im Durchschnitt innerhalb von 15 Flugminuten im Wallis, im Berner Oberland und in den angrenzenden Kantonen erreichen.

Mehr Windenrettungen

Auffällig ist der Anteil von 93 % an Primäreinsätzen. Das bedeutet, dass die Besatzungen direkt zum Unfall- oder Notfallort geschickt wurden. Etwa 16 % der Einsätze erforderten eine Windenrettung, was einem Anstieg von fast 5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese technisch anspruchsvollen Operationen werden hauptsächlich in alpinem Gelände durchgeführt, wenn der Hubschrauber nicht landen kann.

Rückgang ungünstigen Wetterbedingungen geschuldet

Während der Hochsaison vom 31. Januar bis zum 1. März 2026 verzeichnete Air-Glaciers 552 Einsätze. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum des Vorjahres (vom 1. Februar bis 2. März 2025) wurden 622 Einsätze durchgeführt. Dieser Rückgang ist insbesondere auf die ungünstigen Wetterbedingungen Mitte Februar zurückzuführen: Anhaltende Niederschläge schränkten den Betrieb der Skigebiete und damit auch die sportlichen Aktivitäten ein.