Aufatmen im Tessin: Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat die Betriebskonzession für den Flughafen Lugano (LSZA) um 30 Jahre verlängert. Die neue Konzession läuft bis zum 15. September 2056. Diese Entscheidung sichert dem Flughafen eine langfristige Perspektive und ermöglicht es der Stadt Lugano, seine Entwicklung als strategische Infrastruktur fortzusetzen, die der Mobilität, der Wirtschaft und der Attraktivität der Region Lugano und des gesamten Kantons Tessin dient, wie die Stadt Lugano mitteilt.

Überprüfung durch das BAZL

Die Konzessionserneuerung schliesst den Prozess ab, den der Flughafen Lugano und die Stadt Lugano als Betreiber des Flughafens durchgeführt haben. Dabei ging es darum, die Betriebssicherheit und die Effizienz des Managements gemäss den EASA-Anforderungen und den bundesstaatlichen Luftfahrtvorschriften zu gewährleisten. Die Verlängerung folgt zudem auf die im Juli 2026 vom BAZL durchgeführte Überprüfung der Betriebssicherheit und des Flughafenmanagements.

Erste Halbjahr 2026 mit Betriebsüberschuss

Das erste Halbjahr 2026 schloss laut Mitteilung des Airports Lugano mit einem Betriebsüberschuss von mehr als 200'000 Franken ab, eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Defizit von knapp 100'000 Franken im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Einnahmen überstiegen 7 Millionen Franken, während die Gesamtkosten etwas niedriger als erwartet ausfielen. Die Aussichten des Flughafens wurden zusätzlich durch die Zustimmung des Ständerats gestärkt, unter bestimmten Bedingungen europäischen Fluggesellschaften die Durchführung von Inlandsflügen innerhalb der Schweiz zu gestatten. Die Änderung, die insbesondere von den Tessiner Ständeräten Fabio Regazzi und Marco Chiesa unterstützt wurde, stellt einen wichtigen Schritt hin zur Möglichkeit der Wiederaufnahme der Flugverbindung Lugano-Genf dar. Das parlamentarische Verfahren ist jedoch noch nicht abgeschlossen.

Wirtschaftliche Nachhaltigkeit langfristig stärken

Auf dieser Grundlage will der Stadtrat in den kommenden Wochen die beiden parallel erarbeiteten Massnahmen vorlegen können: Die erste betrifft die vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) geforderten dringenden Infrastrukturmassnahmen; die zweite konzentriert sich auf die zukünftige langfristige Betriebsführung des Flughafens. Die dreissigjährige Konzession ermöglicht es der Stadt und dem Flughafen Lugano, die Flughafenentwicklung in einem stabilen Zeitrahmen zu planen. Der Stadtrat bekräftigt sein Engagement, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen, um die wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Flughafens langfristig zu stärken und seine Rolle als strategische Infrastruktur für die Region auszubauen.