Die Airshow Grenchen 2026 wird die grösste mehrtätige Airshow der Nordwestschweiz. Mit spektakulären Flugvorführungen, historischen Klassikern und moderner Luftfahrt erwartet die Besucherinnen und Besucher ein eindrückliches Erlebnis. So kündigten die Organisatoren der Airshow den Anlass an – und so steht es noch immer auf deren Webseite. Inzwischen, so vermeldeten das Grenchner Tagblatt und das Regionaljournal Aargau Solothurn, wurde die Flugshow abgesagt. Zwischen den Organisatoren und den Verantwortlichen des Airport Grenchen herrscht Uneinigkeit.
Flughafen Grenchen hat Auflagen gemacht
Der Flughafen Grenchen stelle die komplette Infrastruktur zur Verfügung. «Wir können während der Airshow an zwei Tagen keinen Flugbetrieb aufrecht erhalten», sage André Bourquin, Verwaltungsratspräsident der Regionalflugplatz Jura-Grenchen AG gegenüber dem Regionaljournal. Man habe aber Verträge, etwa mit dem Restaurant, welches das exklusive Wirterecht auf dem Flughafengelände besitzt. Man hätte den Pächter zumindest anfragen müssen, ob er bereit sei, auf dieses Recht zu verzichten, sagte Bourquin. Der Flughafen sei gezwungen, seine Verträge einzuhalten. Und wenn man die Infrastruktur des Flughafens zur Verfügung stelle, müsse es eben auch für diesen stimmen. Zuviele Fragen seien offen geblieben. Und Fakt sei, dass der Verwaltungsrat auf dessen Druck hin erstmals Mitte Januar involviert worden sei. Deshalb habe man den Organisatoren Auflagen machen müssen. So wollte der Flughafen etwa Einblick in das Budget erhalten.
Vorgaben seien akzeptiert worden
Doch das OK , ein von Flughafen Grenchen unabhängiger Verein, wollte oder konnte diese und andere Auflagen nicht erfüllen. Immer mehr Auflagen habe der Flughafen gemacht, von Verzögerungen ist die Rede. Das OK teilte dann am 20. Februar 2026 mit, man habe die Airshow abgesagt. In ihrer Mitteilung hielt das OK unter anderem fest, dass alle vom Verwaltungsrat definierten Vorgaben akzeptiert und umgesetzt worden seien oder für die Umsetzung verbindlich eingeplant waren. Auch zusätzliche Forderungen habe man ohne Gegenvorschlag akzeptiert und den Verwaltungsrat laufend informiert. Bewusst nicht offengelegt habe man das detaillierte Budget sowie interne Vergütungsregelungen. Dafür gebe es rechtlich auch keine Verpflichtung.
Flugplatzfest als Alternative – mit Patrouille Suisse
Wie weiter? Wie der Aero-Club der Schweiz auf seiner Webseite schreibt, soll unter dem Titel «Friends and Wings» ein neues Organisationskomitee ein zweitägiges Flugplatzfest durchführen – mit der Patrouille Suisse als Hauptattraktion. Die PS werde am Freitag ihr Training durchführen und am Samstag im Rahmen einer reduzierten Flugschau ihr Programm zeigen. Gemäss dem VR-Präsidenten des Airport Grenchen, Andy Bourquin, soll es ein Anlass werden, an dem sich auch die Akteure auf dem Flugplatz Grenchen mitbeteiligen werden.


