Auf der Hauptbasis Don Mueang, 40 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bangkok gelegen, feierten weit über 100'000 Jugendliche mit ihren Eltern diesen besonderen Tag. Primär dienten die Airshows in Bangkok und in neun weiteren, im ganzen Land verteilten Basen, dem Ziel, junge Besucher zu inspirieren und zu zeigen, wie moderne Flugzeugtechnik sowohl der Verteidigung als auch der wissenschaftlichen Innovation dient.
Seltene Modelle gezeigt
Während auf den kleineren Basen Thailands mehrheitlich diverse Arten von Helikoptern der Luftwaffe und Marine gezeigt wurden, präsentierten sich in Don Mueang 21 verschiedene Flugzeuge. Teils waren sehr rare Modelle aus der Epoche des Zweiten Weltkrieges zu sehen, dazu lediglich ein Sikorsky S-70i VIP-Helikopter in der statischen Ausstellung. Zu den Hauptattraktionen gehörten das Solo-Display des Staffelkommandanten des 701. Squadron, beheimatet auf der Surat Thani Air Base und seinem Call-Sign «MYNUS» mit der Saab JAS 39 Gripen C. Der Staffelkommandant des 103. Squadron aus Korat, «PIGLET» führte den F-16A Fighting Falcon, Block 15 vor. In einem weiteren Solo-Display wurde die neue Beechcraft AT-6TH Wolverine, die als Teil der 411 Squadron von der Basis Chiang Mai aus operiert vorgestellt. Da sich Thailand derzeit in einem kriegsähnlichen Zustand mit dem Nachbarn Kambodscha befindet, wurden die landesweiten Präsentationen in der Luft stark eingeschränkt.
Ein buntes Puzzle an Flugzeugen und Helikoptern
Die Royal Thai Air Force verfügt über ein grosses Repertoire an verschiedenen Helikoptern, Transport-, Schul- und Kampfflugzeugen. Angehende Militärpiloten werden vor allem die Typen Diamond DA40, der zweimotorigen DA42, die PAC CT/4 Airtrainer, der Cessna T-41 Mescalero, der Beechcraft T-6 Texan II und der relativ neuen KAI T-50 Golden Eagle ausgebildet. Helikopterpiloten trainieren auf dem EC135. Als Mehrzweckjäger dienen die F-16 Fighting Falcon, Einsitzer der Typen A und B, die Doppelsitzer AM und BM, die modernisierten Northrop F-5TH und F-5THF Super Tigris, der Dornier Alpha Jet sowie die Beechcraft AT-6 Wolverine als leichtes Angriffsflugzeug. In der elektronischen Kriegsführung werden zwei Saab 340 zur Signalaufklärung und zwei Saab 340 AEW&C eingesetzt. Aufklärungsmissionen werden durch Fairchild AU-23 Peacemaker, eine Piaggio S.180 Avanti und elf Diamond DA42 Twin Star mit EO/IR-Sensoren abgedeckt. Im Lufttransport setzt die RTAF 12 Lockheed C-130 Hercules und drei Saab 340 ein. VIP-Transporte werden mit sechs ATR-72, vier Boeing 737, einem Airbus A319, zwei A320, einem A340 und drei Sukhoi Superjet 100 bewerkstelligt. Acht zum Typ Basler BT-67 umgebaute Douglas DC-3 dienen der Brandbekämpfung und Aussaat.
Gripen sollen Fighting Falcons ersetzen
Ende der 1990er Jahre erwarb die RTAF 25 ehemalige deutsche Flugzeuge des Typs Alpha Jet. Um ihre Lebensdauer zu verlängern und die Kampfkraft zu steigern, startete die Luftwaffe ein Modernisierungsprogramm. Der wichtigste Fortschritt der Modernisierung betraf die Integration der Datenverbindung. Damit können die Alpha Jets nahtlos mit dem JAS Gripen und dem modernisierten F-5TH Super Tigris kommunizieren und operieren. Am 4. September 2025 stellte die RTAF acht leichte AT-6TH Wolverine-Kampfflugzeuge in Dienst, die für verschiedene Aufgaben wie Luft-Boden-Angriffe und Grenzüberwachungsoperationen eingesetzt werden. Da die USA nicht bereit sind, F-35 Kampfflugzeuge nach Thailand zu liefern, bestätigte der RTAF-Kommandant Punpakdee Pattanakul, dass Thailand 12 Saab JAS 39 Gripen E und F-Kampfflugzeuge aus Schweden beschaffen wird, um seine alternde F-16-Flotte zu ersetzen. Zu guter Letzt bestellte die Königlich Thailändische Luftwaffe am 25. September 2025 einen Airbus A330 Multi Role Tanker Transport Plus (MRTT+), der 2029 ausgeliefert werden soll.















