Die Sozialpartner haben den Anspruch die Flugsicherheit auf dem höchstmöglichen Niveau zu etablieren, teilte die Aeropers mit. Zur Sicherheitskultur guter Airlines gehöre es, mögliche Fehler offen ansprechen zu können um Lösungen dafür zu finden. Dass Mitarbeiter ihre Meinung kommunizieren und ihre Bedenken äussern dürften oder sogar müssten, sei ein wichtiger und richtiger Bestandteil der Sicherheitskultur einer Airline. Dies sei sicherlich auch der Hintergrund des offenen Briefes der Belegschaft gewesen, glaubt Aeropers. Ein öffentlicher Schaden oder ein Angriff auf die Reputation der Edelweiss sei sicherlich nicht gewollt gewesen, davon sei der Pilotenverband überzeugt. Der Verband erkläre zudem seine Bereitschaft auch in den weiteren angesprochenen Themen zwischen den Mitarbeitern und dem Management zu vermitteln, um die erforderliche Vertrauensbasis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wieder herzustellen.
«Flugsicherheit ist das wichtigste Element der Fliegerei»
Als Pilotenverband könne man nur für das Cockpitpersonal sprechen. Man sei sich bewusst, dass die Stimmung im Pilotenkorps aktuell sehr schlecht sei und man versuche deshalb im Rahmen der GAV-Verhandlungen mit dem Management Lösungen zu finden, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und damit die Interessen der Piloten zu erfüllen. «Flugsicherheit ist das wichtigste Element der Fliegerei», so Thomas Steffen, Mediensprecher der Aeropers. «Wir sind überzeugt, dass die Flugsicherheit bei Edelweiss gewährleistet ist», so Steffen weiter.
Teil dieser Verhandlungen sei laut Aeropers unter anderem die Forderung nach Verbesserungen der monetären Situation des Pilotenkorps. Seit 2009 habe es nahezu keine Veränderungen beim Salär der Piloten der Edelweiss Air AG gegeben. Die Piloten hätten durch jahrelanges, ausserordentlich hohes Engagement und unter Zurückstellung persönlicher und privater Bedürfnisse, das aktuelle Wachstum der Edelweiss erst ermöglicht. «Ohne nachhaltige Investition in das fliegende Personal gibt es kein weiteres Wachstum für die Airline», so Steffen. «Es zeigt sich, dass Angebot und Nachfrage, bedingt durch die nicht mehr konkurrenzfähigen Arbeitsbedingungen, in einem Missverhältnis zueinanderstehen. Edelweiss kann ihren Bedarf an zusätzlichen Piloten aktuell nicht decken», so Steffen weiter. Aeropers fordert deshalb das Management auf, die aktuelle Position der Ablehnung der interessengerechten Erhöhung des Salärs umgehend zu überdenken und seiner Verantwortung für die Mitarbeiter gerecht zu werden. «Man kann nicht nur in Flugzeuge investieren und das Personal aussen vorlassen, denn ohne Besatzung hebt kein Flugzeug ab», so Thomas Steffen.


