Europa möchte einen besseren Zugang zum Weltraum. Im Rahmen der «Flight Ticket Initiative» können sich europäische Trägerdienstleister um die Durchführung von Missionen für Satelliten zur Demonstration und Validierung im Orbit (IOD/IOV) bewerben, mit denen neue Weltraumtechnologien im Orbit getestet werden. Um dies zu unterstützen, hat die ESA eine neue, zweiteilige Ausschreibung veröffentlicht.

Rahmenbedingungen für zukünftige Starts

Um an der «Flight Ticket Initiative» teilnehmen zu können, muss ein Trägerdienstleister zunächst einen Rahmenvertrag erhalten. Dies ermöglicht es ihnen, sich im Rahmen der Initiative um zukünftige Missionen zu bewerben. Nach einer ersten Auswahl im Jahr 2024 verfügen Avio, Isar Aerospace, PLD Space und Rocket Factory Augsburg bereits über solche Verträge mit der ESA. Die ESA und die Europäische Kommission erweitern nun diesen Kreis, indem sie weitere europäische Anbieter zur Bewerbung einladen. Unternehmen, die voraussichtlich vor 2028 startbereit sein werden, werden zur Teilnahme ermutigt.

Startmöglichkeiten für neue Missionen 

Ein zweiter Teil der Ausschreibung konzentriert sich auf die Vergabe von Startmöglichkeiten für die fünfte Charge von Satellitenmissionen im Rahmen der «In-Orbit-Demonstration and Validation» (IOD/IOV). Sechs Missionen, die in einer früheren Ausschreibung in die engere Wahl gekommen waren, sind bereits startbereit. Sowohl bestehende Anbieter als auch neu ausgewählte Unternehmen können Angebote einreichen. Die «Flight Tickets» werden an europäische Startdienstleister vergeben und über das EU-Programm «Horizon Europe» sowie das «Boost!»-Programm der ESA finanziert.