Innerhalb des vom Volk bewilligten Finanzvolumens soll die maximal mögliche Anzahl Flugzeuge beschafft werden. Auf einen Zusatzkredit, um die ursprünglich geplante Anzahl von 36 Flugzeugen zu erreichen, verzichtet der Bundesrat aus finanzpolitischen Gründen. Für die Beschaffung der ursprünglich geplanten 36 F-35A wäre ein Zusatzkredit von rund 1.1 Milliarden Franken notwendig.

Um jedoch Mehrkosten für Teuerung, die Entwicklung der Rohstoffpreise und weitere Faktoren auszugleichen, hat der Bundesrat in seiner Sitzung vom 6. März 2026 beschlossen, dem Parlament im Rahmen der Armeebotschaft 2026 einen Zusatzkredit von 394 Millionen Franken zu beantragen und damit das bewilligte Finanzvolumen auszuschöpfen.

Einhaltung des Finanzvolumens

Das Parlament verabschiedete am 20. Dezember 2019 den Bundesbeschluss über die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge (BB 2019 8725). Die Stimmbevölkerung stimmte diesem Beschluss am 27. September 2020 zu. Das bewilligte Finanzvolumen beträgt höchstens 6 Milliarden Franken auf Basis des Landesindex der Konsumentenpreise per Januar 2018. Per Ende 2025 entspricht dies einem indexierten Höchstbetrag von 6.429 Milliarden Franken.

Inzwischen machen die USA  Mehrkosten für Teuerung, Entwicklung der Rohstoffpreise und weitere Faktoren geltend. Der Bundesrat beantragt einen Zusatzkredit von 394 Millionen Franken, um die Mehrkosten auszugleichen. Der Zusatzkredit entspricht dem maximalen Finanzvolumen nach Planungsbeschluss abzüglich des bereits bewilligten Verpflichtungskredits in der Höhe von 6.035 Milliarden Franken.

Aktuell geht das VBS davon aus, dass mit diesem Zusatzkredit 30 F‑35A Kampfflugzeuge beschafft werden können. Die genaue Anzahl kann erst bestimmt werden, wenn die US-Regierung die Verträge mit den Herstellern über die verbleibenden Flugzeuge und Triebwerke für die nächsten Produktionslose ausgehandelt hat.

Verworfene Alternativen

Wie das VBS mitteilt, hat eine Reduktion unter 36 Kampfflugzeuge negative Konsequenzen, insbesondere bezogen auf die Leistungserbringung und Durchhaltefähigkeit bei erhöhten Spannungen und im Konfliktfall und vor dem Hintergrund der aktuellen sicherheitspolitischen Lage. Für eine umfassende und auf die aktuelle Bedrohungslage ausgerichtete Luftverteidigung bräuchte es gemäss Einschätzung einer Expertengruppe des VBS 55 bis 70 moderne Kampfflugzeuge.

Optionen, die eine weitere Reduktion der F-35A Flotte zur Folge hätten, wurden aus sicherheitspolitischen Überlegungen verworfen, insbesondere auch ein Rücktritt vom Vertrag. Ein solches Vorgehen hätte bereits in der normalen Lage schwerwiegende Einschränkungen beim Schutz von Land und Bevölkerung zur Folge.

Produktionsslots sichern

Damit die Schweiz gegenüber der US-Regierung bis spätestens im 2. Quartal 2027 die definitive Anzahl der F-35A kommunizieren und damit ihre Produktionsslots behalten kann, wird dem Parlament mit der Armeebotschaft 2026 ein Zusatzkredit im Umfang von 394 Millionen Franken vorgelegt.