Diese Folge hebt senkrecht ab – und landet immer wieder bei den grossen Fragen: Wie trifft man gute Entscheidungen, wenn Risiko, Verantwortung und politischer Druck zusammenkommen? Was braucht es, um eine Luftwaffe nicht nur zu führen, sondern auch einer direktdemokratischen Öffentlichkeit zu erklären? Und weshalb beginnt Unfallvermeidung manchmal mit dem Mut, gar nicht erst zu starten?

Packende Erzählungen

Markus Gygax erzählt ruhig, präzise – und mit seinem unverkennbar feinen Humor – von seinem Weg in die Aviatik. Und plötzlich ist man mittendrin: auf dem Flugplatz, im Cockpit, im Moment der Entscheidung. Der frühere Kommandant der Schweizer Luftwaffe ist ein ebenso reflektierter wie überzeugender Erzähler: Mit grosser Klarheit und Präsenz zeichnet er Station für Station nach – pointiert, anschaulich, mit sicherem Gespür für das Wesentliche. Man hört ihm nicht einfach zu – man fliegt, denkt und entscheidet mit ihm mit.

Dass dieses Gespräch seine Tiefe entfalten kann, ist auch Frank Liemandt zu verdanken. Er führt klug, aufmerksam und mit spürbarem Respekt durch durch das Gespräch, setzt präzise nach, lässt Raum, wo es ihn braucht – und trifft immer wieder genau jene Punkte, an denen sich persönliche Erfahrung und grössere Zusammenhänge berühren. So entsteht ein Dialog auf Augenhöhe, der weit über ein klassisches Interview hinausgeht.

Gygax’ Geschichte führt von den ersten prägenden Momenten am Militärflugplatz Dübendorf über den Formationsflug in der Patrouille Suisse bis hin zu seiner Rolle als Leiter der Einführung des F/A-18 in die Schweizer Armee. Dabei wird deutlich: Fliegen ist für ihn nie blosse Technik gewesen, sondern immer auch eine Frage der Haltung – Konzentration, Selbstkritik, Kameradschaft und die Fähigkeit, im entscheidenden Moment Verantwortung zu übernehmen.

Weitergeben, was trägt

Heute engagiert sich Gygax als Präsident der Stiftung Pro Aero für die Förderung des aviatischen Nachwuchses – mit derselben Überzeugung, die seine gesamte Laufbahn geprägt hat. Und wenn er nicht über Luftfahrt spricht, hebt er noch immer ab: mit dem Gleitschirm. Dass auch dabei nicht jeder Flug planmässig verläuft, gehört zu den eindrücklichsten Passagen dieser Folge – erzählt mit einer Nüchternheit, die mehr Wirkung entfaltet als jedes Pathos.

Eine starke Episode über Verantwortung in der Luft, politische Erdung am Boden – und die Kunst, im richtigen Moment Ja oder Nein zu sagen.

Über den Initianten Frank Liemandt

Seit fast 30 Jahren ist Dr. Frank Liemandt in der Luftfahrtbranche tätig – als Geisteswissenschaftler ein Quereinsteiger mit aussergewöhnlicher Laufbahn. Vom Pressesprecher in der Sparte Helikopter über B2B-Sales-Manager für Flugzeugkomponenten und Verkaufsdirektor für Kampfjets bis hin zum Geschäftsführer des Deutschen Hubschrauber Verbands sowie Messeleiter der EUROPEAN ROTORS hat er die Branche aus unterschiedlichsten Perspektiven kennengelernt. Seit 2014 führt er seine eigene Consultingfirma – und setzt sich neuerdings für «Fly me to the top» mit seinen Gästen ins virtuelle Cockpit.

Seit dem Start von «Fly me to the top» Mitte Februar erscheint jeden Donnerstag eine neue Folge mit wechselnden Gästen aus der Luft- und Raumfahrt sowie angrenzenden Bereichen.

COCKPIT ist Medienpartnerin

COCKPIT unterstützt «Fly me to the top» als Medienpartnerin, weil das Format einen Perspektivenwechsel wagt und damit perfekt zur Marke passt: weg von Schlagzeilen, hin zur Substanz.

Damit erweitert sich der redaktionelle Blick – vom geschriebenen Wort zum gesprochenen Dialog.

Die Gespräche sind auf Spotify und YouTube abrufbar und werden auch über cockpit.aero sowie über die Social-Media-Kanäle von COCKPIT geteilt.

Einsteigen, anschnallen, Kopfhörer auf – und mit uns Richtung Bern abheben. Eine Folge für alle, die sich für Luftfahrt, Führung und echte Gestaltungskraft interessieren.