Während vieler Jahre prägte der Airbus A340-300 die Langstreckenflotte von Swiss. Nach dem Ende seiner Einsatzzeit soll das Langstreckenflugzeuge der Schweiz erhalten bleiben: Die Airline und das Verkehrshaus der Schweiz wollen den letzten Airbus A340-300 dauerhaft in die Luftfahrtausstellung in Luzern integrieren. Martin Ettlinger, Direktor des Verkehrshauses der Schweiz, freut sich über das Angebot, ist sich aber der Herausforderungen bewusst, die dieses Unterfangen mit sich bringt: «Die majestätische Maschine wertet unsere Luft- und Raumfahrtausstellung enorm auf. Der A340-300 passt genau in den dafür vorgesehenen Aussenraum vor der Luft- und Raumfahrthalle. Ein Flugzeug dieser Dimension nach Luzern zu bringen, ist allerdings eine ebenso grosse wie komplexe Aufgabe. Wir setzen alles daran, dieses aussergewöhnliche Projekt gemeinsam mit Swiss und weiteren Partnern möglich zu machen.»

Geschenk der Airline

Swiss schenkt dem Verkehrshaus den letzten Airbus A340-300 ihrer Flotte. Bereits Anfang 2028 soll das Flugzeug nach Luzern gebracht werden. Dort soll es nicht einfach im Innenhof des Verkehrshauses als Ausstellungsobjekt abgestellt werden. Der Innenraum des Flugzeuges soll auf vielfältige Art und Weise inszeniert werden und zum neuen Highlight der Luft- und Raumfahrtausstellung werden. Bereits heute ist mit der Convair 990 «Coronado» ein ehemaliges vierstrahliges Langstreckenflugzeug der Swissair Teil der Ausstellung. Mit dem Airbus A340-300 käme ein weiterer bedeutender Zeitzeuge hinzu. 

Logistischer Kraftakt erfordert perfektes Teamwork

Ein rund 125 Tonnen schweres Langstreckenflugzeug ins Verkehrshaus zu bringen, ist weit mehr als ein gewöhnlicher Transport. Es ist ein logistischer und technischer Kraftakt. Der A340 muss seinen Weg vom Flughafen Zürich nach Luzern finden, auf dem Gelände des Verkehrshauses präzise platziert und dauerhaft in die bestehende Ausstellung integriert werden. Um die sehr hohen technischen und logistischen Anforderungen zu erfüllen, sind detaillierte Machbarkeitsstudien, Spezialtransporte, bauliche Anpassungen und enge Abstimmungen mit Behörden nötig.

Finanzierung muss bis Ende 26 gesichert sein

Die Kosten für Überführung, bauliche Massnahmen und die Erlebnisinszenierung des Innenraums trägt das Verkehrshaus. Die aktuellen Kostenschätzungen gehen von einem hohen einstelligen Millionenbetrag aus. Die Finanzierung muss bis Ende 2026 gesichert sein und soll wesentlich über Drittmittel von Stiftungen, Mäzenen und Unternehmen erfolgen. Ein Fundraising Committee unter aktiver Mitarbeit von Christoph Franz, Präsident des Vereins Verkehrshaus der Schweiz und ehemaliger CEO von Swiss, führt dazu bereits Gespräche. Noch ist deshalb nicht entschieden, ob der A340 tatsächlich seine letzte Reise nach Luzern antreten kann. Erst wenn Transport, Bewilligungen und Finanzierung gesichert sind, fällt der definitive Entscheid.