Im Hangar der Bundesbasis zeigten nationale und internationale Entwicklerteams ihre Projekte, Technologien und Leistungen. Dabei zeigte sich, wie viel Enthusiasmus und Durchhaltewillen vorhanden sind, um dem Ziel der sauberen Luftfahrt näherzukommen. Einige Projekte, wie etwa der Smartflyer aus Grenchen, stehen schon vor dem Erstflug – andere konnten dem Publikum als Teaser immerhin ein Holzmodell des Cockpits präsentieren. Immer wieder gab es einen Austausch unter den Fachleuten, aber auch Diskussionen mit dem interessierten Laienpublikum.
Diskussionsrunde und Vorträge
Das Fly-In wurde umrahmt von einem abwechslungsreichen Symposium: Referate zur Antriebstechnik künftiger Flugzeuge, ein Rückblick auf die Entwicklungen der vergangenen Jahre, ein vorsichtiger Ausblick in die Zukunft oder eine Übersicht zur CO2-Reduktion bei der Fluggesellschaft Swiss. Der Luftfahrt-Ingenieur Marc Corpataux wagte die Prognose, dass bis 2030 alle Schulflugzeuge in der Schweiz elektrisch angetrieben werden. Tatsache ist, dass der Pipistrel Velis Elektro 2026 das einzige Elektroflugzeug ist, das dafür zur Verfügung steht.
Längster Flug: 189 km von Mengen (DE) nach Belp
Den Höhepunkt des Electrifly-In Switzerland bildete die Siegerehrung zur eTrophy. Ausgezeichnet wurden Piloten, welche die längste Strecke rein elektrisch oder als «e-Glider» nach Bern geflogen waren. Gleich zwei Segelflugpiloten kamen mit ihren elektrisch verstärkten Segelfliegern aus Baden-Württemberg nach Bern. Die weiteste rein elektrisch geflogene Reise betrug 57 Kilometer von Kägiswil nach Belp. Mit dem Innovation Award wurde die französische Firma «Unicorn Aviation» aus Bourg-en-Bresse ausgezeichnet. Das Start-up hat ein Einspritzsystem entwickelt, mit dem der Treibstoff für Leichtflugzeuge ganz einfach gewechselt werden kann – je nachdem, welche Art von Treibstoff gerade vorhanden ist.



