Die Sommerferienperiode 2025 war von einer hohen Nachfrage geprägt: Über 2,4 Millionen Passagiere nutzten den Flughafen in dieser Zeit von zehn Wochen. Das bedeutet rund 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz europaweiter Engpässe in der Flugsicherung und witterungsbedingter Einschränkungen blieb der Betrieb insgesamt geordnet und stabil.

Moderate Wartezeiten

Die eingeführten Instrumente zur besseren Planbarkeit – Slot-Koordination und Echtzeitdatenaustausch mit der europäischen Flugsicherung – bewährten sich erneut und trugen dazu bei, Verkehrsflüsse und Betriebsqualität auch in Spitzenzeiten sicherzustellen. Die Wartezeiten blieben insgesamt moderat. Einzig die Parkplatzverfügbarkeit während der Verkehrsspitzen war nicht immer ausreichend, was die Notwendigkeit einer weiteren Verbesserung der Erreichbarkeit des Flughafens mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterstreicht.

Stabile Entwicklung in der Fracht, anhaltende Dynamik im Industriebereich

Der EuroAirport verzeichnete im Jahr 2025 eine stabile Entwicklung im Frachtbereich. Die Frachtaktivitäten konzentrierten sich weiterhin auf zeit- und temperatursensible Güter, insbesondere für die Life-Sciences-Industrie, womit das spezialisierte Cargo-Terminal seine strategische Bedeutung bestätigte. Im Industriebereich setzte sich die positive Dynamik fort: Die Flughafenplattform behauptete ihre internationale Stellung als eines der weltweit führenden Zentren für die Ausstattung und Wartung von VVIP-Flugzeugen und trug zur Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze bei.

Nachtlärm: Fortschritte und Herausforderungen

Die Reduktion der nächtlichen Lärmbelastung bleibt ein zentraler Schwerpunkt. Die nächtlichen Flugbewegungen konnten im vergangenen Jahr nochmals deutlich reduziert werden, insbesondere in der zweiten Nachtstunde zwischen 23 und 24 Uhr. Ergänzend zu den bestehenden Massnahmen wurden unter anderem differenzierte Lärmgebühren, betriebliche Anpassungen sowie Bussen der zuständigen Kontrollbehörde ACNUSA umgesetzt. Im Vergleich zu 2019 gingen die Starts nach 23 Uhr im Jahr 2025 deutlich zurück.

Meteorologisch bedingte Südanflüge

Die Südlandequote betrug 2025 12,9 Prozent und lag damit weiterhin über dem festgelegten Schwellenwert. Nach Einschätzung der zuständigen Behörden (Bundesamt für Zivilluftfahrt/BAZL und französische Zivilluftfahrtbehörde/DGAC) bestehen derzeit keine umsetzbaren Massnahmen zur Einhaltung der Nutzungsquoten, da die erhöhte Quote auf meteorologische Veränderungen zurückzuführen ist.

Bedeutender Arbeitgeber

Der Flughafen hat seine Rolle als wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor im Dreiländereck weiter gefestigt. Auf der Flughafenplattform arbeiten mehr als 6’700 Menschen in unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern. Mit Direktverbindungen zu rund hundert Destinationen – hauptsächlich in Europa und im Mittelmeerraum – sowie zahlreichen Umsteigemöglichkeiten über internationale Drehkreuze stellt der Flughafen die Erreichbarkeit und Attraktivität der trinationalen Region sicher.

Investitionen in Qualität und Zukunft

Ab 2026 beginnt beim EuroAirport ein mehrjähriger Investitionszyklus. Über einen Zeitraum von sieben Jahren werden 500 Millionen Euro für die Modernisierung ausgegeben. Ziel ist es, die Dienstleistungsqualität für die Passagiere nachhaltig zu verbessern und zentrale Infrastrukturen schrittweise zu modernisieren. So werden in diesem Jahr die Hauptpiste saniert und die Boardingzone an den Gates Süd modernisiert. Dafür sind insgesamt 79 Millionen Euro vorgesehen.  Ab 2027 wird das Projekt EMT Landside in Angriff genommen. Mit diesem Investitionsprogramm schafft der EuroAirport die Grundlage für eine nachhaltige Weiterentwicklung seiner Infrastruktur und eine langfristige Verbesserung der Dienstleistungsqualität für Passagiere und Partner.