Aufbauend auf gemeinsamen Forschungsarbeiten seit September 2020 haben sich die ANA Group und JAXA auf die Erfassung wichtiger Daten zur Zusammensetzung der Atmosphäre aus Flugzeugkabinen – insbesondere in städtischen Gebieten – konzentriert. Das Projekt nutzt die hoch entwickelte Technologie zur Beobachtung der Atmosphäre aus dem 2009 gestarteten Projekt «IBUKI» (GOSAT) der JAXA. Da schätzungsweise 70 bis 80 Prozent der gesamten anthropogenen Kohlendioxidemissionen auf städtische Gebiete entfallen, liefert die Initiative detaillierte Daten zur Emissionsminderung in Städten und zur Bewertung ihrer Wirksamkeit. Damit leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zu den Zielen des Pariser Abkommens.

Prozess wird automatisiert

Ein wichtiger Meilenstein in der gemeinsamen Forschung ist jetzt die Automatisierung des Beobachtungsprozesses. Bisher mussten die von der JAXA entwickelten Geräte für jeden Testflug manuell eingerichtet werden. Jetzt ist das System in einen modifizierten Teil der Kabine einer Boeing 737 der ANA integriert, sodass ein permanenter, kontinuierlicher Betrieb möglich ist. Die neu entwickelte Bordtechnologie kombiniert auf effektive Weise grossflächige Satellitenbeobachtungen mit hochfrequenten, hochauflösenden Flugzeugdaten, um ein genaueres und aussagekräftigeres Überwachungsnetzwerk zu schaffen. Das Projekt ist die erste erfolgreiche Implementierung eines automatisierten Systems zur Überwachung der Zusammensetzung der Atmosphäre auf Linienflügen unter Verwendung von Satellitentechnologie.