Über drei Ausbildungsblöcke von jeweils etwa zwei Monaten hinweg haben die Mitglieder der Reserve – Sara García Alonso aus Spanien, Meganne Christian und John McFall aus dem Vereinigten Königreich, Anthea Comellini und Andrea Patassa aus Italien, Carmen Possnig aus Österreich, Arnaud Prost aus Frankreich, Amelie Schoenenwald aus Deutschland und Aleš Svoboda aus Tschechien ein breites Spektrum an Fähigkeiten in technischen, operativen und wissenschaftlichen Bereichen erworben. Im Rahmen eines gestaffelten Ansatzes trainierten sie in bestimmten Phasen in kleineren Gruppen. Die letzte Phase im European Astronaut Centre (EAC) in Köln brachte alle Mitglieder der Reserve erneut zusammen. Die nun abgeschlossene Ausbildung führte sie zur Einsatzbereitschaft, ESA-Missionen zu unterstützen, wenn sie dazu aufgeboten werden.
Module aus der Grundausbildung für Astronauten
Die Reserve-Astronauten durchliefen Module aus der Grundausbildung mit dem Schwerpunkt auf den Kernkompetenzen von Astronauten. Sie erwarben Grundkenntnisse über die Programme der ESA und der Internationalen Raumstation sowie über die europäische Raumfahrtindustrie und -institutionen. Weitere Schlüsselbereiche waren menschliches Verhalten und Leistungsfähigkeit, medizinische Ausbildung, wissenschaftliche Operationen und Raumfahrzeugsysteme, einschliesslich Flugtechnik und Lebenserhaltung.
Praktisch trainiert
Die Absolventen wurden in Robotik und Weltraumspaziergänge eingeführt, indem sie in der Neutral Buoyancy Facility tauchten, um unter Wasser Mikrogravitation zu simulieren. Die wissenschaftliche Ausbildung umfasste Biologie und Labortechniken sowie körperliches Training und Aktivitäten zur Öffentlichkeitsarbeit. Die Gruppe absolvierte zudem Überlebensübungen unter winterlichen Bedingungen, um sie auf extreme Umgebungen vorzubereiten, denen sie begegnen könnten, falls ihr Raumfahrzeug an abgelegenen Orten landet.
Aufbau interdisziplinärer Kompetenzen
In der nächsten Phase, von Anfang September bis Ende Oktober 2025, kamen beide Gruppen für acht Wochen gemeinsamer Ausbildung im EAC zusammen. Der Schwerpunkt wurde auf die Planung und Durchführung von Weltraummissionen ausgeweitet und umfasste Themen wie Antriebstechnik, Orbitalmechanik und Raumfahrzeugsysteme. Anschliessend verlagerte sich das Training auf das Leben an Bord der Internationalen Raumstation, einschliesslich des Betriebs an Bord, der Durchführung von Experimenten und der Nutzung von Kameras und Videogeräten. Szenariobasierte Übungen und Teamarbeit gewannen zunehmend an Bedeutung und stärkten die Koordination und Entscheidungsfindung unter Druck. Das Programm umfasste zudem ein Überlebenstraining auf See, Brandbekämpfungsübungen und weitere Arbeiten in der Neutral Buoyancy Facility, um die Reservisten auf Notfallsituationen und die Grundlagen von Weltraumspaziergängen vorzubereiten.
ESA-Astronautenreserve erhält neues Ausbildungsabzeichen
Die wissenschaftliche Ausbildung wurde durch Module zu Humanphysiologie, Wissenschaft für die Erforschung des Weltraums und Nutzlasten vertieft, während Medien- und Kommunikationstraining ihre Rolle als öffentliche Vertreter der ESA unterstützte. Sitzungen zu Weltraumrecht und -politik lieferten zusätzlichen Kontext zum weiteren Weltraumumfeld. Ein Höhepunkt des Programms war die Zeremonie zur Übergabe der Abzeichen, die am Ende des zweiten Ausbildungsblocks im September 2025 stattfand.
Letzter Ausbildungsblock
Der dritte und letzte Ausbildungsblock am EAC begann im März 2026 mit acht weiteren Wochen gestaffelter Ausbildung für zwei Gruppen. Die Ausbildung umfasste zusätzliche Sitzungen in der Neutral Buoyancy Facility, zu Raumstationssystemen, Kommunikation und Bordverfahren sowie Robotik-Training unter Einsatz von Virtual Reality, um räumliches Vorstellungsvermögen für Systeme wie den Canadarm2 -Roboterarm der Raumstation aufzubauen. Die Mitglieder der Reserve erhielten zudem Einblicke in Startvorgänge und den gesamten Missionszyklus sowie wissenschaftliches und Erdbeobachtungstraining zur Unterstützung der Arbeit im Orbit. Zusammen festigten diese Elemente ihr Wissen und brachten alle auf ein einheitliches Vorbereitungsniveau. Der dritte und letzte Ausbildungsblock am EAC begann im März 2026 mit acht weiteren Wochen gestaffelter Ausbildung für zwei Gruppen. Die Ausbildung umfasste zusätzliche Sitzungen in der Neutral Buoyancy Facility, zu Raumstationssystemen, Kommunikation und Bordverfahren sowie Robotik-Training unter Einsatz von Virtual Reality, um räumliches Vorstellungsvermögen für Systeme wie den Canadarm2 -Roboterarm der Raumstation aufzubauen. Die Mitglieder der Reserve erhielten zudem Einblicke in Startvorgänge und den gesamten Missionszyklus sowie wissenschaftliches und Erdbeobachtungstraining zur Unterstützung der Arbeit im Orbit. Zusammen festigten diese Elemente ihr Wissen und brachten alle auf ein einheitliches Vorbereitungsniveau.
Mit dem Abschluss des ART-Programmes bildet die Astronautenreserve der ESA nun einen flexiblen Pool ausgebildeter Personen, die über die Fähigkeiten, das Wissen und die Teamfähigkeit verfügen, die erforderlich sind, um durch Missionen in der erdnahen Umlaufbahn, kommerzielle Raumfahrt und zukünftige Erkundungen jenseits der Erdumlaufbahn zu den europäischen Weltraumzielen beizutragen, so die ESA.




