Die am Rande des International Space Summit in Paris unterzeichnete Absichtserklärung baut auf früheren Gesprächen zwischen der ESA und Axiom Space auf und spiegelt das gemeinsame Interesse an der Erschliessung künftiger kommerzieller Möglichkeiten in der erdnahen Umlaufbahn wider. «Europa stärkt seine Autonomie und bereitet sich gleichzeitig auf die Zeit nach der ISS vor», sagte ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher. 

Möglichkeiten für europäische Astronauten und Forschung schaffen

Zu den Vorbereitungen der ESA auf eine Zukunft nach der ISS gehört die Sicherung von Optionen für den fortgesetzten Zugang zu Forschungsplattformen in der Mikrogravitation sowie von Flugmöglichkeiten für europäische Astronauten. Die Absichtserklärung wird den weiteren Informationsaustausch und die Vorbereitungsarbeiten unterstützen, um potenzielle Bereiche für eine zukünftige Zusammenarbeit zu identifizieren. «Angesichts der bevorstehenden Ausserdienststellung der ISS ist es unsere Pflicht, vorausschauend zu handeln und zukünftige Lösungen vorzubereiten, um unseren Zugang zur erdnahen Umlaufbahn zu sichern», sagte Daniel Neuenschwander, Direktor für bemannte und robotergestützte Erforschung bei der ESA. 

Absichtserklärung bietet Rahmen

Die Absichtserklärung bildet einen Rahmen für eine mögliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien. Diese schliesst Astronautenmissionen an Bord der Axiom-Station, eine mögliche Zusammenarbeit im Zusammenhang mit der Axiom-Station, Infrastruktur- und Nutzungskapazitäten, den Aufbau einer Nutzerbasis für die Mikrogravitation sowie die Entwicklung und Integration wissenschaftlicher Nutzlasten für Raumfahrtmissionen und die Ausbildung und operative Unterstützung des Axiom Space-Programms ein.