Mit einer Ausschnittbreite von 4,5 Metern und einer Öffnungshöhe von 4,3 Metern ist die Hauptdeck-Frachttür des A350 darauf ausgelegt, Be- und Entladevorgänge einfacher, schneller und sicherer zu gestalten. Die Tür befindet sich im hinteren Rumpf, um während der Beladung einen optimalen Schwerpunkt zu gewährleisten. Sie besteht aus Verbundwerkstoffen und verfügt über ein elektrisches Öffnungs- und Schliesssystem.
Illecas-Hamburg-Toulouse
Das Airbus-Werk in Illescas ist eines der führenden Zentren des Unternehmens für die Herstellung grossflächiger, komplexer Verbundwerkstoffoberflächen. Dort werden die Aussenhäute gefertigt und die Tür montiert, bevor sie zur Integration in den Rumpf ausgeliefert wird. Im Rahmen des Vorserien-Produktionsprozesses werden die ersten Hauptdeck-Frachttüren in Toulouse eingebaut. Sobald die Serienproduktion beginnt, wird die Hauptdeck-Frachttür von Illescas nach Hamburg geliefert, wo sie in den hinteren Rumpf integriert und die Antriebssysteme installiert werden. Von dort aus wird dieser Rumpfabschnitt gemäss dem Airbus-Produktionsprozess zur Endmontagelinie (FAL) in Toulouse transportiert.
Über den A350F
Der A350F soll die wandelnden Anforderungen des globalen Luftfrachtmarktes erfüllen. Dank einer Reichweite von bis zu 8’700 Kilometern bei einer Nutzlast von bis zu 111 Tonnen können Betreiber das Flugzeug auf internationalen Langstrecken einsetzen. Der A350F besteht zu über 70 % aus fortschrittlichen Werkstoffen und ist 46 Tonnen leichter als seine Konkurrenten. Angetrieben von den neuesten Rolls-Royce Trent XWB-97-Triebwerken wird das Flugzeug im Vergleich zu Flugzeugen der vorherigen Generation mit ähnlicher Nutzlast-Reichweite eine Reduzierung des Treibstoffverbrauchs und der CO₂-Emissionen um bis zu 20 % ermöglichen. Es ist laut Airbus auch das einzige Frachtflugzeug, das die CO₂-Emissionsstandards der ICAO für 2027 vollständig erfüllt. Der A350F wird bei Indienststellung mit bis zu 50 % nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) betrieben werden können, wobei wie bei allen Airbus-Flugzeugen eine 100-prozentige Eignung bis 2030 angestrebt wird. Ende März 2026 waren für den A350F 101 Bestellungen von 14 Kunden eingegangen.



