Es ist die Krönung einer jeden Astronautenlaufbahn: Der Spacewalk. Dabei reparieren Astronauten in spezieller Schutzkleidung Teile am Äusseren der ISS. Für Chris Williams war es der zweite Weltraumspaziergang in seiner Karriere. Meir erledigte schon zum fünften Mal eine solche Reparatur. Insgesamt war es das 280. Mal, dass Astronauten am Äusseren der Internationalen Raumstation Arbeiten durchführten.
Mehr als 25 Jahre in Betrieb
Hauptziel der Mission war es, ein «Handgelenk» am Roboterarm Canadarm2 zu ersetzen. Dafür verbrachten die beiden Astronauten 7 Stunden und 20 Minuten ausserhalb der Internationalen Raumstation. Die NASA-Flugkontrolle in Houston überprüfte danach die Stromversorgung und Datenverbindungen des Systems. Die NASA und die CSA (Canadian Space Agency) hatten beschlossen, das Gelenk zu ersetzen, nachdem es am 27. Mai während des normalen Betriebs eine Fehlfunktion aufgewiesen hatte. Dies hatte sich in einem erhöhten Verbrauch von Motorstrom geäussert und der Arm bewegte sich nicht wie erwartet.
Untersucht und allenfalls überholt
Reparaturen an Robotersystemen wie Canadarm2 gelten nach mehr als 25 Jahren ununterbrochenem Betrieb als normal und sind zu erwarten, da das System mit austauschbaren Komponenten und im Hinblick auf geplante Wartungsarbeiten konzipiert wurde. Das defekte Gelenk wird zur Erde zurückgebracht. Dort wird es untersucht und bei Bedarf für den künftigen Einsatz am Roboterarm überholt.


