Skyguide betreibt ein hochverfügbares System für die Flugsicherung. Trotzdem können unerwartete Ereignisse auftreten, die im Ernstfall zu längeren Unterbrüchen im System und damit im Flugverkehr führen könnten. Nach dem Clear the Sky-Vorfall vom 15. Juni 2022 hat Skyguide den Ausbau ihres Business Continuity Management (BCM) intensiviert und treibt es kontinuierlich voran. 

Robust in Krisensituationen

Der aktuelle Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) attestiert Skyguide, Fortschritte erzielt und in allen fünf Kernbereichen des BCM weitergearbeitet zu haben: bei Richtlinien, Risiko- und Business-Impact-Analysen, bei der strategischen Ausrichtung, im Bereich Tests und Sensibilisierung sowie der operativen Planung. Skyguide verfolgt einen klaren Plan für eine robuste Flugsicherung in Krisensituationen: Sie setzt die Empfehlungen der EFK aktiv um, stärkt die Infrastruktur und erhöht so ihren BCM-Reifegrad bis Ende 2027 merklich. Um die Betriebskontinuität nachhaltig zu stärken, investiert Skyguide gezielt in Notfalllösungen und Redundanzen. Im Rahmen des Partnerverbunds «System Schweiz» prüft sie beispielsweise eine Zusammenarbeit mit der Schweizer Armee, Swisscom und MeteoSchweiz. Für die Jahre 2026/27 sind Projekte wie der Bau eines Ausweichkontrollturms am Flughafen Zürich sowie ein verbesserter Hochwasserschutz am Flugsicherungszentrum in Genf geplant. 

Prüfung von Abläufen

Ein weiterer Fokus liegt auf der regelmässigen Überprüfung der Notfallabläufe. Skyguide setzt dafür einen umfassenden Testplan um und erhöht die Handlungsfähigkeit der Mitarbeitenden durch Trainings. Dazu zählt auch die Krisenübung mit Schwerpunkt Cyberkriminalität vom Oktober 2025, die gemeinsam mit dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) stattfand. Skyguide wird auch in den folgenden Jahren investieren, um eine optimale Resilienz zu erreichen. Ziel ist es, nach einem Ausfall, so rasch wie möglich wieder eine stabile Betriebskapazität zu etablieren, insbesondere an den Landesflughäfen Zürich und Genf.