Für Swiss International Air Lines (Swiss) war 2025 ein ambivalentes Jahr. Swiss erzielte im Geschäftsjahr 2025 ein operatives Ergebnis von 502,2 Millionen Franken. Damit lag das Resultat um 26,6 Prozent unter dem Vorjahreswert (2024: 683,8 Millionen Franken). Die operativen Erträge erreichten 5,50 Milliarden Franken und sanken gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent (2024: 5,64 Milliarden Franken). CEO Fehlinger betont: «Der Ergebnisrückgang zeigt klar: Wir müssen unsere Kosten senken und effizienter werden», sagt CEO Jens Fehlinger.
Geopolitische Unsicherheiten, dafür vorteilhafte Treibstoffpreise
«2025 war marktseitig anspruchsvoll. Hoher Wettbewerbsdruck, eine volatile Nachfrage sowie steigende Gebühren und Wartungskosten haben Spuren in unserem Ergebnis hinterlassen. Auch das Frachtgeschäft blieb hinter dem Vorjahresniveau zurück, da wir überdurchschnittlich stark von geopolitischen Unsicherheiten betroffen waren. Entlastend wirkten hingegen die vorteilhaften Treibstoffpreise, die unser Ergebnis stützten», sagt Dennis Weber, Chief Financial Officer (CFO) von Swiss.
Es fehlen Triebwerke und Crews
Darüber hinaus belasteten auch knappe Ressourcen das Ergebnis. Konkret fehlten Swiss sowohl verfügbare Triebwerke als auch Crews. In der Folge standen Flugzeuge länger als geplant am Boden oder konnten nicht im vorgesehenen Umfang eingesetzt werden. Dadurch entstand eine Produktivitätslücke, sodass die Airline das geplante Flottenwachstum nur teilweise umsetzen und die Kapazitäten nicht wie vorgesehen ausbauen konnte.
Passagierzahlen auf Vorjahresniveau
Die Schweizer Airline hat im Geschäftsjahr 2025 rund 18,1 Millionen Passagiere transportiert. Das entspricht einem Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der Flüge stieg ebenfalls um 0,6 Prozent auf über 143’000. Die angebotenen Sitzkilometer (ASK) nahmen um 1,5 Prozent zu, während die verkauften Sitzkilometer (RPK) um 0,5 Prozent anstiegen. Die durchschnittliche Auslastung der Flüge lag bei 83,3 Prozent und damit um 0,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.
Schwächer im vierten Quartal
Im vierten Quartal 2025 erzielte Swiss ein operatives Ergebnis von 91,0 Millionen Franken (Vorjahresperiode: 178,8 Millionen Franken). Dies entspricht einem Rückgang von 49,1 Prozent. Die operativen Erträge sanken im gleichen Zeitraum um 5,2 Prozent auf 1,33 Milliarden Franken (Q4 2024: 1,40 Milliarden Franken). Auch hier hätten sich der anhaltende Marktdruck sowie die gestiegenen Kosten deutlich ausgewirkt, während niedrigere Treibstoffpreise dabei halfen, den Druck auf das Ergebnis zu reduzieren, schreibt Swiss.
Pünktlicher geworden
Trotz der Herausforderungen konnte Swiss ihre operative Leistungsfähigkeit weiter verbessern. Die Pünktlichkeit stieg im Jahresdurchschnitt um 4,1 Prozentpunkte auf 69,3 Prozent. Die Flugplanstabilität wiederum verbesserte sich um knapp einen Prozentpunkt auf 98,0 Prozent. Diese Fortschritte sind das Resultat gezielter Massnahmen und eines grossen Engagements der Mitarbeitenden von Swiss.
Haushalten, ohne den Innovationskurs zu verlassen
Um der herausfordernden Kostenentwicklung zu begegnen, hat Swiss bereits im letzten Jahr gezielte strukturelle Massnahmen ergriffen. Dazu gehört unter anderem ein unternehmensweites Kostensparprogramm. Das Ziel ist es, Mittel noch gezielter einzusetzen, die funktions- und bereichsübergreifende Zusammenarbeit zu verbessern und schlanke Strukturen zu schaffen. Auch will Swiss Prozesse weiter digitalisieren und automatisieren und konsequent neue Technologien einsetzen. CEO Fehlinger sagt: «Wir müssen haushalten, ohne unseren Innovationskurs zu verlassen. Das ist ein anspruchsvoller Balanceakt – aber er ist entscheidend für unsere Zukunftsfähigkeit.»






