Aeolus-2 wird der Nachfolger des ersten von Airbus gebauten und 2018 gestarteten Windmesssatelliten Aeolus sein. Der Satellit lieferte die ersten hochauflösenden vertikalen Windprofile aus dem Weltraum überhaupt, ermöglichte eine Verbesserung der numerischen Wettervorhersage um 4 % und steigerte die Genauigkeit globaler Wettervorhersagemodelle erheblich. «Aeolus hat die Erwartungen übertroffen und gezeigt, welchen transformativen Einfluss weltraumgestützte Windbeobachtungen auf die Wettervorhersage haben können», sagt Simonetta Cheli, Direktorin für Erdbeobachtungsprogramme bei der ESA.
Licht gibt Aufschluss über Geschwindigkeit und Windrichtung
Der erste Aeolus-Satellit trug dazu bei, das Wissen über Hurrikane und darüber, wie sich Vulkanasche in der oberen Atmosphäre ausbreitet, zu verbessern. Ausserdem verbesserte er die Datenverfügbarkeit an den Polen und am Äquator und reduzierte den mittleren Fehler zwischen Vorhersagen und Beobachtungen um mehr als 4 %. Das Licht der Laser auf Aeolus wird von kleinen Partikeln wie Staub, Eis und Wassertropfen reflektiert, und das vom Teleskop aufgefangene, zurückgestreute Licht gibt anhand der Dopplerverschiebung der Partikel Aufschluss über Geschwindigkeit und Windrichtung.
Zusätzlicher Detektor zur Messung von Aerosolen
Die Daten von Aeolus, der bis 2023 in der Umlaufbahn flog, haben die Genauigkeit globaler Wettervorhersagemodelle erheblich verbessert und wichtige Daten zum Verständnis der atmosphärischen Zirkulation und des langfristigen Klimawandels geliefert. Aeolus-2 wird zudem mit einem weiteren bahnbrechenden Doppler-Wind-Lidar mit Ultraviolett-Lasern ausgestattet sein, das vom Boden aus bis in eine Höhe von 30 km scannt, alle 0,01 Sekunden Messungen durchführt und alle sieben Tage den gesamten Globus abdeckt. Aeolus-2 wird über einen zusätzlichen Detektor zur Messung von Aerosolen in der Atmosphäre verfügen.
Lebensdauer von fünfeinhalb Jahren
Aeolus-2 wird die Erde 15 Mal am Tag umkreisen und den Nutzern die Daten innerhalb von 120 Minuten nach der ältesten Messung jeder Umlaufbahn zur Verfügung stellen. Der Satellit wird sich in einer Umlaufbahn von 450 km befinden und eine Lebensdauer von 5,5 Jahren haben. Der Satellit wird von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) in Zusammenarbeit mit EUMETSAT (Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten) entwickelt und wird wichtigen Wetterzentren zugutekommen, darunter dem britischen Met Office und dem Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF).



