Am 19. März 2026 wird der neue satellitengestützte Instrumentenanflug von Süden auf die Piste 32 am Flughafen Bern-Belp in Betrieb genommen, wie der Flughafen Bern-Belp mitteilt. Das neue Verfahren ersetzt das bisherige Sichtanflugverfahren nach Instrumentenflugregeln (CITY und ROMEO Circling, rote Kreuze in der angefügten Abbildung) und führt laut Bern Airport zu einer deutlichen Entlastung der Stadt Bern sowie mehrerer Gemeinden östlich des Flughafens. Durch weniger Kreuzungspunkte im Luftraum und eine flexiblere Organisation werde der Betrieb einfacher und effizienter – sowohl für Piloten als auch für die Flugsicherung.

Entlastung im Osten des Flughafens

Wie der Flughafen Bern-Belp mitteilt, reduziere die neue Anflugführung die Fluglärmbelastung insbesondere in den Gemeinden Bern, Ostermundigen, Muri bei Bern (Gümligen), Rüfenacht und Rubigen. Gleichzeitig wird es in gewissen Gebieten im Südosten zu punktuellen zusätzlichen Überflügen kommen. Aufgrund des steilen Anflugwinkels von 4 Grad sowie der geringen Anzahl Anflüge werde die zusätzliche Lärmbelastung im Aaretal insgesamt deutlich geringer ausfallen als jene in den bisher stärker betroffenen Gemeinden östlich des Flughafens.

Zwei Anflugvarianten, grössere TMA

Das Standardverfahren für den Südanflug auf die Piste 32 umfasst zwei Varianten: einen Ost- (RNP Z) und einen Westanflug (RNP Y). In der Praxis wird laut Bern Airport primär der Ostanflug angewendet. Die für diese Anflüge notwendigen Lufträume werden situationsabhängig mit einer Vorlaufzeit von 30 Minuten aktiviert. In der Regel wird nur einer der beiden Anflüge aktiviert. Der neue Südanflug auf die Piste 32 hat auch eine Anpassung der TMA Bern zur Folge. Diese wird deutlich vergrössert und in verschiedene Sektoren unterteilt.

Die Einführung des Südanfluges führe nicht zu einer Erhöhung der Flugbewegungen, teilt Bern Airport mit. Abhängig von den Windverhältnissen könne es jedoch zu einer Verlagerung einzelner Anflüge von der Piste 14 auf die Piste 32 kommen.