Der Verwaltungsrat von Skyguide hat die strategischen Eckpunkte der künftigen Organisation sowie die Umsetzungsschritte des Restrukturierungprogramms verabschiedet. Damit geht dieses von der Planungsphase schrittweise in die Umsetzung über. Ziel bleibt eine fokussiertere, schlankere und kosteneffiziente Organisation, die ihren gesetzlichen Auftrag langfristig stabil erfüllen kann, wie das Schweizer Flugsicherungsunternehmen mitteilt.
Rückmeldungen sind eingeflossen
Die zahlreichen Rückmeldungen der Mitarbeitenden und Sozialpartner aus dem Konsultationsverfahren haben die Ausgestaltung der Restrukturierungsmassnahmen beeinflusst. Skyguide ist deshalb zuversichtlich, die Zahl der ursprünglich erwarteten maximal 220 Entlassungen etwa halbieren zu können. Freiwillige Abgänge und Frühpensionierungen könnten diese Zahl weiter senken. Unverändert bleibt der strukturelle Abbau von rund 200 Stellen, genauso wie die vorgesehene Effizienzsteigerung von rund 51 Millionen Franken. Diese Massnahmen bleiben zentral, um Skyguide auf ein gesundes Fundament zu stellen. Skyguide will für ihre Partner, Kunden und deren Passagiere qualitativ hochstehende Dienstleistungen erbringen.
Sozialplan steht zur Verfügung
«Wir sind uns bewusst, dass die vergangenen Wochen viele unserer Mitarbeitenden stark verunsichert und belastet haben. Die zu erwartende Reduktion der Anzahl Kündigungen ist zwar erfreulich. Sie darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir die Verunsicherung bei unseren Mitarbeitenden und die Auswirkungen für die Betroffenen mit wirksamen Massnahmen abfedern wollen. Dazu steht ein fairer Sozialplan zur Verfügung», sagt Skyguide CEO Peter Merz. Skyguide will weiterhin transparent über den weiteren Verlauf der Restrukturierung und die nächsten Schritte informieren.
Skyguide richtet sich langfristig neu aus
Parallel zur Umsetzung des Restrukturierungsprogramms hat der Verwaltungsrat eine neue Vision und die strategischen Leitplanken des Unternehmens verabschiedet. Diese richten Skyguide konsequent auf ihren gesetzlichen Auftrag als Flugsicherungsorganisation aus. Dazu gehört die Frage, ob Skyguide die heutige Eigenentwicklung von Systemen zur Steuerung und Überwachung des Flugverkehrs künftig durch standardisierte Marktlösungen ersetzen will. Der Verwaltungsrat hat die Geschäftsleitung beauftragt, eine umfassende Prüfung verschiedener Optionen für eine solche Strategie durchzuführen. Diese wird im Rahmen eines eigenständigen Projekts von einer dafür eingesetzten Task Force umgesetzt.
Neue Organisation und Sicherheitsaufsicht
Eine neue Organisationsstruktur unter der Geschäftsleitung soll Zuständigkeiten klarer regeln und Entscheidungswege vereinfachen. Skyguide will damit im Zuge der Restrukturierung die Zusammenarbeit effizienter gestalten. Das Unternehmen prüft jeweils vor der Implementierung von Massnahmen stets auch die Auswirkungen auf die Betriebssicherheit. Diese geniesst höchste Priorität und ist auch im Rahmen der Transformation nicht verhandelbar. Skyguide begrüsst, dass das Bundesamt für Zivilluftfahrt den Prozess mit dieser Perspektive eng begleitet.
Europäische Kommission prüft National Performance Plan
Gleichzeitig läuft die Prüfung des National Performance Plan für die Referenzperiode 2025 bis 2029 durch die Europäische Kommission. Nach einer vertieften Analyse durch deren Vertreter hat die Schweiz einen überarbeiteten Plan eingereicht. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt führt die Gespräche mit der Europäischen Kommission; Skyguide begleitet diese eng. Ein formeller Entscheid wird später in diesem Jahr erwartet, wie das Unternehmen mitteilt.







