Skyguide muss seine Strukturen vereinfachen, Verantwortlichkeiten klarer regeln und die Kosten dauerhaft senken. «Es besteht Handlungsbedarf. Dabei reichen kurzfristige finanzielle Anpassungen allein nicht aus, um Skyguide langfristig erfolgreich aufzustellen», sagt CEO Peter Merz. Mit dem Programm will die Unternehmensführung sicherstellen, dass Skyguide auch künftig handlungsfähig bleibt. «Wir wollen damit die Komplexität reduzieren und die Organisation so ausrichten, dass sie flexibel auf Veränderungen reagieren kann.»
Dialog aktiv gefördert
In einem Konsultationsverfahren konnten Mitarbeitende, Personalvertretungen und Gewerkschaften während 30 Tagen Vorschläge einreichen, wie die Konsequenzen der angekündigten Massenentlassung für das Personal abgefedert werden könnten. Skyguide hat in dieser Zeit den Dialog aktiv gefördert, Fragen beantwortet und verschiedene Austauschformate geschaffen. Dazu gehörten Gespräche mit den Gewerkschaften, den Personalvertretungen sowie mit Mitarbeitenden mit Kaderverträgen, die keiner gewerkschaftlichen Vertretung angehören.
Mitarbeitende zeigen grosses Engagement
Skyguide hat zahlreiche Eingaben erhalten. Einige Beiträge zielen darauf ab, Arbeitsplätze zu erhalten und Kündigungen zu vermeiden. Andere zeigen auf, wie Skyguide Kosten senken und dadurch den Umfang möglicher Kündigungen reduzieren könnte. Etliche Mitarbeitende haben Ideen eingereicht, wie Skyguide im Alltag einfacher und effizienter arbeiten kann. Zwar fallen letztere nicht in den Rahmen der Konsultation, zeigen aber das grosse Engagement vieler Mitarbeitender für die Zukunft des Unternehmens.
Skyguide prüft mildernde Massnahmen
«Viele Mitarbeitende haben sich aktiv eingebracht und konkrete Vorschläge gemacht. Dieses Engagement verdient Respekt. Wir prüfen die Eingaben nun vertieft und beziehen sie in die weiteren Entscheide ein», sagt Peter Merz, CEO der Schweizer Flugsicherung. Dieser Prozess wird einige Wochen in Anspruch nehmen. Danach entscheidet Skyguide, welche Massnahmen sie umsetzt. Sobald die Ergebnisse vorliegen, will das Unternehmen transparent über das weitere Vorgehen informieren.
Ressourcen gezielter einsetzen
Skyguide prüft auch mildernde Massnahmen wie Frühpensionierungen, natürliche Abgänge, freiwillige Pensenreduktionen und andere sozialverträgliche Lösungen. Schliesslich können solche Massnahmen dazu beitragen, Kündigungen zu vermeiden oder deren Umfang zu verringern. Sie ersetzen allerdings die notwendige Restrukturierung nicht: Skyguide muss Strukturen vereinfachen, Verantwortlichkeiten klären und Ressourcen gezielt dort einsetzen, wo sie den gesetzlichen Auftrag, den sicheren Betrieb und die langfristige Stabilität am meisten stärken. «Wir sind uns bewusst, dass die geplanten Massnahmen viele Mitarbeitende belasten», sagt Merz. Skyguide nimmt dies ernst. «Wir werden die Auswirkungen auf unsere Mitarbeitenden so gering wie möglich halten und die Restrukturierung verantwortungsvoll umsetzen.»



