Das Team des auf dem Flugplatz Birrfeld stationierten Rettungshelikopters der AAA Alpine Air Ambulance AG (AAA) war am Samstag, 24. Oktober, nach 19 Uhr zu einem dringenden medizinischen Notfall in Reinach AG aufgeboten worden. Im Anflug auf den Einsatzort, kurz vor der Landung, wurde die vierköpfige Crew durch einen grünen Laserstrahl stark geblendet. Der Einsatz konnte dennoch wie geplant und erfolgreich abgeschlossen werden, drei der Crewmitglieder mussten sich aber anschliessend sofort in ärztliche Behandlung begeben. Sie hatten leichte Augenverletzungen erlitten, wie die AAA mitteilt.

Hoch gefährlich

Die Laserattacke auf den AAA-Heli war hoch gefährlich, denn sie erfolgte in der kritischen Phase der Landung,  bei der jeweils die ganze Crew voll konzentriert ist und hat ihre Augen auf das Geschehen draussen gerichtet hat. Entsprechend anfällig ist die Besatzung dann auf optische Störungen. Eine Attacke mit Laserstrahlen auf ein Luftfahrzeug, wie sie sowohl bei der AAA wie anderen Luftrettungsunternehmen schon mehrfach vorkam, ist nicht nur illegal, sondern auch kein Kavaliersdelikt.

Strafverfolgung als Konsequenz

Eine solche Tat stellt immer einen gefährlichen Eingriff in die Luftfahrt dar und kann deshalb massive Strafen nach sich ziehen. Die AAA zeigt konsequent jeden solchen Fall an. Unmittelbar nach dem Ereignis vom Samstagabend hatte die Kantonspolizei Aargau eine Fahndung aufgenommen, die aber zu keinem Erfolg führte. Die Ermittlungen laufen nun weiter.