Die Ju52 mit dem Kennzeichen D-AQUI der Deutschen Lufthansa Berlin Stiftung flog seit 1986 zehntausende Rundfluggäste über Deutschland. 2019 gab die Lufthansa AG überraschend bekannt, dass der jährliche finanzielle Zuschuss für die Maschine nicht mehr gegeben wird – das war das Aus für den Flugbetrieb. Zuvor stand die Ju 52 bereits ab Mitte der Flugsaison 2015 für längere Zeit wegen eines Bruchs des Mittelholms am Boden. Erst 2018 konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden. 

Nie ohne Flugingenieur 

Bis 2020 wurden mehr als 11’000 Flugstunden für die Lufthansa Berlin Stiftung erreicht. Gesteuert wurde die Maschine stets von hauptberuflich tätigen Piloten der Lufthansa, die alle zuvor ein Type Rating für den Spornrad-Oldie absolvieren mussten. Zudem sass anders als etwa bei den Exemplaren der Schweizer Ju-Air zwischen den Piloten noch wie früher ein Flugingenieur, der für die D-AQUI vorgeschrieben war. 

Zweiter Klassiker

Auch die zweite Maschine im «Hangar One» ist ein Supermodel der Aviatik. Die Fluggesellschaft und die eng mit ihr verbundene Lufthansa Berlin Stiftung wollten diese Lockheed L-1649A Starliner aus den 1950er-Jahren eigentlich wieder zum Fliegen bringen. Daraus wurde nichts. Statt zu fliegen, stand die 1957 gebaute Lockheed Starliner, die Lufthansa nennt diesen Typ «Super Star», in den vergangenen Jahren zerlegt an mehreren norddeutschen Standorten.

Vereint im Museumshangar

Die 1936 gebaute D-AQUI und die wieder in Lufthansa-Farben glänzende «Super Star» stehen nun nebeneinander im neu entstandenen Besucher- und Konferenzzentrum «Hangar One» der Lufthansa am Flughafen Frankfurt, wo am 15. April im Beisein des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz auch der Festakt zum Jubiläum «100 Jahre Lufthansa» stattfindet.  Ab dem Sommer ist die Ausstellung öffentlich zugänglich.