Die NASA hat angekündigt, dass sie eine vierköpfige Besatzung an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) früher als geplant auf die Erde zurückbringen will. Grund dafür ist die Erkrankung eines Crew-Mitglieds. Die Person befinde sich in stabilem Zustand. «Es handelt sich nicht um eine Notfall-Evakuierung», so ein NASA-Vertreter. Man wolle auf Nummer sicher gehen.
Weltraumspaziergang abgesagt
Tags zuvor sagte die NASA einen für Donnerstag geplanten Weltraumspaziergang, bei dem zwei Astronauten die ISS verlassen sollten, aufgrund «medizinischer Bedenken» kurzfristig ab. Die NASA betont aber, das medizinische Problem hänge nicht mit den Weltraumoperationen zusammen und es handle sich auch nicht um eine Verletzung.
Beschränktes Medizinisches Angebot
Die ISS verfügt über eine medizinische Ausrüstung, Vorräte und Kommunikationssysteme. Letztere ermöglichen es Ärzten auf der Erde, privat mit den Astronauten im Weltraum zu sprechen, ihren Zustand zu beurteilen und Behandlungsempfehlungen zu geben, ähnlich wie bei einer sicheren Video- oder Telefonkonsultation mit einem Hausarzt. Die Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten sind allerdings beschränkt.
Ablösung im nächsten Monat
Die Crew-11 bestehend aus den aus den NASA-Astronauten Zena Cardman und Mike Fincke, Kimiya Yui von der japanischen Weltraumagentur JAXA und dem russischen Kosmonauten Oleg Platonov ist seit dem letzten August auf der Raumstation. Sie hätte im Februar zur Erde zurückkehren sollen. Der Start der Nachfolger-Crew 12 ist für Mitte Februar geplant, könnte nun aber vorgezogen werden, hiess es von der Nasa. Zu den Mitgliedern der «Crew 12» gehört unter anderem die Französin Sophie Adenot, die die selbe Astronautenklasse wie der Schweizer Marco Sieber abschloss.





