Salzburg Airport W.A. Mozart ist Österreichs zweitgrösster Flughafen und wichtigster Regionalflughafen. Im Juni 2026 feiert der W.A.Mozart-Airport sein 100-jähriges Bestehen. Am Samstag, dem 20. Juni 2026, gibt es zum Geburtstag einen Tag der offenen Tür mit einem grossen Flughafenfest. Die Betreiberin verzeichnete 2025 ein fast gleichbleibendes Passagieraufkommen wie 2024. 1’774’454 Passagiere (-0,71 Prozent) reisten über den W.A.Mozart-Airport. Bei der Fracht wurde mit 9’307 Tonnen ein knappes Minus von 1,76 Prozent verzeichnet.

An Februar-Wochenenden herrscht Hochbetrieb

Die Anbindung an internationale Drehkreuze für Reisende, den Tourismus und die regionale Wirtschaft ist eines der wichtigsten Ziele des Flughafens. Touristisch bleiben im Winter Grossbritannien, Skandinavien und die Niederlande die wichtigsten Herkunftsmärkte. So sind die Februar-Wochenenden mit bis zu 180 Flugbewegungen an Samstagen und Sonntagen die frequentiertesten des Jahres und ein Highlight für Spotter. Im Sommer sind die Warmwasser-Destinationen rund ums Mittelmeer die beliebtesten Ziele. Dubai, mit flydubai, etablierte sich als ganzjahres-Destination. Auf der Linie sind vor allem die bewährten Städte- und Hubverbindungen nach Deutschland, in die Niederlande und nach Grossbritannien die Zugpferde für Städte- und Geschäftsreisende.

Sanierung von Altlasten kostet rund 12 Mio. Euro

Im Vorjahr wurden rund acht Millionen Euro für betriebliche Erfordernisse investiert. 2,5 Mio. davon wurden für das Projekt «Terminalentwicklung» ausgegeben. Das Grossprojekt wird 2027 gestartet und wird 105 Mio. Euro kosten. Damit werden das Hauptterminal – errichtet Mitte der 1960er Jahre – und das 2005 erbaute Amadeus-Terminal 2 technisch, architektonisch und baulich verbunden und zu einer durchgängigen, modernen Terminal-Landschaft weiterentwickelt. Geplante Fertigstellung 2033. Der Flughafen kämpft leider noch mit Altlasten, den sogenannten PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen), auch «Ewigkeitschemikalien» genannt, die in den vergangenen Jahrzehnten durch Löschschaum von verpflichteten Feuerwehrübungen in das Grundwasser eingebracht wurden. Diese Sanierung wird rund 12 Mio. Euro kosten. 

Heimische Fluggäste schätzen Angebot

Der Winter ist und bleibt die Hauptsaison am drittgrössten Verkehrsflughafen und zweitgrössten Regionalflughafen Österreichs. Mehr als 60 Prozent der Passagiere werden im 1. Quartal abgefertigt und es ist daher ein nicht unerheblicher Gradmesser für die wirtschaftliche Bilanz des Gesamtjahres. Im Vorjahr wurden 882’876 Passagiere verzeichnet, ein Plus von 2,4 Prozent, und dies trotz rückläufiger Flugbewegungen von 0,8 Prozent. Die Wintersaison 2025/2026 begann gut und mit mehr als 107’000 Passagieren brachte der Dezember 2025 ein Plus von 3,6 Prozent. Der Ausblick auf den Sommer 2026 ist positiv, obwohl sich die europäische Airline-Landschaft permanent verändert. So gab es von Mai bis Oktober des Vorjahres ein Passagierplus von 6,4 Prozent, ein Zeichen, dass die heimischen Fluggäste die Flüge ab INN durchaus sehr zu schätzen wissen. 

Leiden an volatiler Airline-Landschaft

«Innsbruck leidet an der sich andauernden Veränderung des Marktumfeldes. Faktoren, wie anhaltende Kapazitätsengpässe bei Fluggeräten, die Ausdünnung regionaler Strecken, insbesondere im deutschsprachigen Raum, sowie anhaltende Diskussionen um Flugabgaben und deren Einfluss auf die Ticketpreise prägen das Umfeld», so Marco Pernetta, GF des Innsbrucker Flughafens. Die Streichung der Frankfurt-Strecke war die unmittelbare Auswirkung dieser volatilen Airline-Landschaft, um die Innsbruck immer wieder gekämpft hatte und die für die Tiroler Wirtschaft eine wichtige Hub-Verbindung darstellte. «Wir arbeiten aber intensiv daran, wieder eine tragfähige und ganzjährige Anbindung an ein zweites internationales Drehkreuz neben Wien zu bekommen», so Pernetta. Mit der neuen Destination Düsseldorf und mehreren Frequenzerhöhungen aus Grossbritannien, dem wichtigsten Quellmarkt für Innsbruck, konnten bereits positive Impulse, nicht nur für den Sommer 2026, gesetzt werden. 

Top-Tag für Grazer Spotter

Am Flughafen Graz setzt sich das Wachstum fort. Linie, Charter und Fracht hatten im Vorjahr zugelegt, lediglich im Segment der General Aviation gab es ein leichtes Minus bei den Bewegungen. So verzeichnete der Flughafen der zweitgrössten Stadt Österreichs im Vorjahr 831’095 Passagiere (+1,4 Prozent) und legte auch bei der Fracht um 4,4 Prozent auf 19’500 Tonnen zu. Am 13. Januar 2026 kam es wegen sehr starker Vereisung der Start- und Landebahnen in Wien zu einigen interessanten Ausweichlandungen von Grossraumflugzeugen, die normalerweise nicht in GRZ zu sehen sind. Ein Top-Tag für die regionalen Spotter.

Wunsch-Destination London

Ein lang geplanter Wunsch ging endlich in Erfüllung. Seit dem 21. November 2025 verbindet BA Euroflyer GRZ mit London-Gatwick. Vorerst dreimal wöchentlich startet ein Airbus A320 in die britische Metropole. Die Nachfrage ist ausgezeichnet, so dass eine Frequenzerhöhung nicht auszuschliessen ist. Mit neun Linien-Destinationen, davon sechs grosse Hubs, 16 Ferienflugzielen sowie vielen Kurzketten und Städteflügen ist der Flughafen Graz gut aufgestellt. Insgesamt stehen derzeit 35 Destinationen in 14 Ländern auf dem Flugplan und mit einmal Umsteigen sind mehr als 200 Ziele weltweit zu erreichen. Mit der kürzlich eröffneten Koralmbahn rückt der Flughafen als Mobilitätsdrehscheibe ins Zentrum der sogenannten Area-South. 

Dänische DAT fliegt von Linz nach Frankfurt

Wachstum auf niedrigem Niveau, hadern mit der Frankfurt-Verbindung – so könnte man das Jahr 2025 in Linz zusammenfassen. Die für die oberösterreichische Wirtschaft wichtige Verbindung von Linz nach Frankfurt wurde von Austrian Airlines, nach längerer Unterbrechung, im November 2024 wieder aufgenommen und war dadurch Treiber der guten Passagierstatistik für 2025. Leider wurde diese Verbindung Ende Oktober 2025 mangels Auslastung bereits wieder eingestellt. Nach europaweiter Ausschreibung wird die dänische DAT ab 29. März 2026 Linz wieder mit Frankfurt verbinden. Als Fluggerät soll eine ATR-72 zum Einsatz kommen. Die oberösterreichische Landesregierung leistet dazu eine vierjährige Anschubfinanzierung, die sehr umstritten ist. Die Luftfracht ist das zweite grosse Standbein am Flughafen Linz. Das Segment «geflogene Fracht» konnte mit 15’215 Tonnen ein stabiles Ergebnis (- 0,3 Prozent) verzeichnen. Insgesamt wurden 47’865 Tonnen umgeschlagen (- 9,5 Prozent). Ryanair ist auch wieder zurück in Linz und ergänzt mit London, Alicante und Mallorca das Sommerflugprogramm des Flughafens.

Flughafen Klagenfurt mit Plus

Erfolgreiches Jahr mit Weichenstellungen für eine positive Weiterentwicklung. Der wieder verstaatlichte Flughafen hat eine lange Durststrecke hinter sich und möchte wieder an erfolgreichere Tage anknüpfen. Im Vorjahr nutzten 175’347 Passagiere den Alpen Adria Airport, das sind um 27,2 Prozent mehr als 2024. Die Flugbewegungen erhöhten sich um 20,4 Prozent auf 2’114 Starts und Landungen. Bei der General Aviation gab es einen Zuwachs auf 3’059 Gästen (+ 7 Prozent). Alles von einem sehr niedrigen Niveau ausgehend. So gab es im Jahr 2005 bereits etwas mehr als 522’000 Passagiere, die bis dato nicht mehr erreicht werden konnten. Eurowings, Ryanair sowie Charterflüge im Sommer waren die Wachstumstreiber 2025.

Eurofighter aus Zeltweg

Eurowings hat seine Frequenzen nach Köln/Bonn erhöht, Ryanair startet öfter nach London und Palma/Mallorca und Austrian fliegt mehrmals täglich nach Wien. Im Charterverkehr sind vorwiegend die griechischen Inseln Paros, Naxos und Skiathos die Hauptziele. Der Flughafen Klagenfurt verfügt über 420’000 m² nicht für den Flugbetrieb notwendige Flächen, die für eine Vielzahl von Investitionsprojekten geeignet sind. 2025 startete die Ausschreibung für diese frei verfügbaren Flächen, um den Standort wirtschaftlich zu beleben. Mehrere Bauprojekte, wie ein Hubschrauberstützpunkt für Einsatzkräfte, ein modernes Business-Terminal für die GA sowie die Planung einer neuen Zufahrtsstrasse für die südlichen Flächen. Der Abflugbereich wird umgebaut, um zukünftig als zusammenhängende Fläche für Events genutzt zu werden. Der Flughafen wird seit dem Vorjahr auch von den österr. Luftstreitkräften als Ersatzflughafen für die Eurofighter-Flotte genutzt. Immer öfter werden einige Kampfjets in Klagenfurt stationiert, um bei gewissen Sanierungsarbeiten den Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg zu entlasten, der saniert wird. Zudem ermöglicht dies den Eurofighter-Piloten das Kennenlernen anderer Flughäfen.