Das F-35-Programm steuert auf das grösste Produktionsvolumen seiner Geschichte zu. Lockheed Martin und das US-Verteidigungsministerium haben eine wegweisende, auf zehn Jahre angelegte Rahmenvereinbarung finalisiert. Das Abkommen sichert die Produktion und langfristige Instandhaltung von mindestens 850 F-35-Kampfflugzeugen der fünften Generation. Es umfasst die zukünftigen Fertigungslose (Lots) 21 bis 30. Wie aus den offiziellen Mitteilungen von Lockheed Martin und dem Pentagon hervorgeht, soll der Mega-Vertrag die globalen Lieferketten für das gesamte nächste Jahrzehnt stabilisieren. Ein wesentlicher Fokus liegt zudem auf der Kosteneffizienz: Durch die langfristige Planungssicherheit wollen die Vertragspartner die Produktions- und Betriebskosten pro Flugzeug weiter senken.
Relevanz für internationale Partner
Das Abkommen dient als Fundament für die gesamte weltweite F-35-Flotte. Neben den US-Teilstreitkräften deckt die Vereinbarung explizit auch die Bestellungen internationaler Programmpartner und Foreign-Military-Sales-Kunden (FMS) ab. Dies betrifft direkt auch europäische Abnehmer wie etwa Deutschland und die Schweiz, deren Beschaffungen über diese Fertigungslose industriell abgewickelt werden. Erst kürzlich hatte eine Schweizer Delegation in Fort Worth die Rumpfstruktur des ersten Schweizer Jets signiert. Das Abkommen sichert die vertraglich vereinbarten Produktionsplätze und sorgt für eine nahtlose Integration in die globale Serienproduktion. Zudem zielt das Abkommen darauf ab, durch massive Skaleneffekte die Stück- und Lebenszykluskosten zu stabilisieren. Dies ist insbesondere für die Schweiz relevant, die aufgrund jüngster programminterner Kostensteigerungen ihr Beschaffungsvolumen innerhalb des Budgets von 6 Milliarden Franken von 36 auf rund 30 F-35A anpassen musste. Schliesslich garantiert die Zehnjahres-Roadmap, dass technologische Upgrades wie die TR-3-Konfiguration direkt ab Werk serienmässig in die Maschinen beider Nationen integriert werden.
Vorbehalt durch den Kongress
Trotz der Einigung ist der Deal rechtlich noch nicht final bindend. Das Pentagon betonte, dass die Rahmenvereinbarung unter dem Vorbehalt der jährlichen Budgetfreigaben durch den US-Kongress steht. Dennoch markiert der Abschluss einen kritischen Meilenstein, um die industrielle Basis des Joint Strike Fighters langfristig auszulasten und technologische Updates wie die TR-3-Konfiguration und künftige Block-4-Modernisierungen verlässlich in die Serie zu integrieren.







