Eigentlich wollte Antonia Gilbert nie in den Verkauf – und mit Luftfahrt hatte die studierte Tourismusexpertin zunächst ebenfalls wenig am Hut. Heute ist sie Chief Commercial Officer und Gesellschafterin des österreichischen Business-Aviation-Unternehmens MJET sowie Präsidentin der Austrian Business Aviation Association. Dazwischen liegt eine Karriere, die nicht am Reissbrett entstand.

Via Quereinstieg zur Karriere in der Business Aviation

Der Einstieg kam durch Zufall: Bei einer Geburtstagsfeier lernte Gilbert ein Vorstandsmitglied der damaligen Jet Alliance kennen. Aus dem Gespräch wurde ein Job – und aus dem vermeintlich ungeliebten Sales eine Laufbahn durch mehrere Bereiche der Geschäftsluftfahrt. Charter Sales, Key Account Management, Maintenance-Vertrieb, Customer Support bei Gulfstream: Gilbert lernte die Branche aus unterschiedlichsten Perspektiven kennen. Ihre Konstante dabei? Herausforderungen annehmen, schnell lernen und Probleme lösen.

Tempo, Druck und starke Nerven

Im Gespräch mit Frank Liemandt erzählt sie offen vom Tempo und den Herausforderungen des Chartergeschäfts, von 24/7-Erreichbarkeit, anspruchsvollen Kunden und davon, wie wichtig gute Mentoren und persönliche Integrität in einer Branche sind, die mitunter stark von Status und Äusserlichkeiten geprägt ist. Auch über ihre Erfahrungen als Frau spricht sie – etwa über Situationen, in denen sie im Kundengespräch zunächst für die Sekretärin gehalten wurde. Ihre Reaktion: nicht empört zurückschlagen, sondern Kompetenz zeigen und damit Bilder verändern.

Nicht nur mitfliegen, sondern mitgestalten

Heute will Antonia Gilbert nicht nur verkaufen oder verwalten, sondern gestalten. Die Möglichkeit, bei MJET als Gesellschafterin einzusteigen, bezeichnet sie als Meilenstein: Sie wollte Verantwortung übernehmen und einem Unternehmen ihre eigene Handschrift geben. Parallel engagiert sie sich ehrenamtlich an der Spitze der Austrian Business Aviation Association und vertritt die Interessen einer Branche, die vor grossen regulatorischen und ökologischen Herausforderungen steht.

Eine Folge über eine Frau, die nicht auf den perfekten Moment gewartet hat, sondern Chancen erkannt, Verantwortung übernommen und ihren eigenen Weg in der Business Aviation konsequent weiterverfolgt hat.

Über den Initianten Frank Liemandt

Seit fast 30 Jahren ist Dr. Frank Liemandt in der Luftfahrtbranche tätig – als Geisteswissenschaftler ein Quereinsteiger mit aussergewöhnlicher Laufbahn. Vom Pressesprecher in der Sparte Helikopter über B2B-Sales-Manager für Flugzeugkomponenten und Verkaufsdirektor für Kampfjets bis hin zum Geschäftsführer des Deutschen Hubschrauber Verbands sowie Messeleiter der EUROPEAN ROTORS hat er die Branche aus unterschiedlichsten Perspektiven kennengelernt. Seit 2014 führt er seine eigene Consultingfirma – und setzt sich neuerdings für «Fly me to the top» mit seinen Gästen ins virtuelle Cockpit.

Seit dem Start von «Fly me to the top» Mitte Februar erscheint jeden Donnerstag eine neue Folge mit wechselnden Gästen aus der Luft- und Raumfahrt sowie angrenzenden Bereichen.

COCKPIT ist Medienpartnerin

COCKPIT unterstützt «Fly me to the top» als Medienpartnerin, weil das Format einen Perspektivenwechsel wagt und damit perfekt zur Marke passt: weg von Schlagzeilen, hin zur Substanz.

Damit erweitert sich der redaktionelle Blick – vom geschriebenen Wort zum gesprochenen Dialog.


Die Gespräche sind auf Spotify, YouTube, Amazon Music und Apple Podcasts abrufbar und werden auch über cockpit.aero sowie über die Social-Media-Kanäle von COCKPIT geteilt.

Einsteigen, anschnallen, Kopfhörer auf – und mit Frank Liemandt und Antonia Gilbert in eine Welt eintauchen, in der Tempo, Verantwortung und unternehmerischer Gestaltungswille zum Alltag gehören. Diese Folge sollte man sich nicht entgehen lassen!