Die Faszination für Helikopter erwachte früh: Ein Rundflug um den Tafelberg in Kapstadt, den sich Phil Haupt als Zwölfjähriger vom Taschengeld finanzierte, hinterliess bleibenden Eindruck. Doch der Weg ins Cockpit war keineswegs vorgezeichnet. Haupt absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Dreher, ging zur Bundeswehr und arbeitete später in Frankreich. Erst ein Schnupperflug während eines Neuseelandaufenthalts bestärkte ihn endgültig in seinem Entschluss, die Fliegerei zum Beruf zu machen.

Nach seiner Pilotenausbildung führte ihn der Weg in die USA, wo er bei der Hillsboro Aero Academy als Fluglehrer tätig wurde. Heute vertritt er die amerikanische Flugschule in Europa und fliegt als freiberuflicher Pilot für Columbia Helicopters – unter anderem mit der Boeing 234 Chinook bei der Waldbrandbekämpfung in der Türkei.

Zwischen Flugschule und Feuerfront

Im Gespräch mit Frank Liemandt erzählt Haupt von seinen Erfahrungen mit Schwerlasthelikoptern und den Besonderheiten der Waldbrandbekämpfung. Dabei vergleicht er die taktischen und organisatorischen Abläufe in den USA und Europa und berichtet von Herausforderungen, die weit über das eigentliche Fliegen hinausgehen. Besonders eindrücklich sind seine Schilderungen über die Koordination zahlreicher Luftfahrzeuge im Einsatzgebiet, die Bedeutung moderner Überwachungstechnologien und die Grenzen der Flugsicherheit bei eingeschränkter Sicht und unzureichender Kommunikation.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausbildung bei der Hillsboro Aero Academy. Haupt erläutert, weshalb sich zahlreiche europäische Nachwuchspiloten für eine Ausbildung in den USA entscheiden, welche beruflichen Perspektiven sich ihnen dort eröffnen und welche Rolle das Sammeln von Flugstunden für den Einstieg ins Berufsleben spielt. Dabei wird auch deutlich, dass neben fliegerischem Können ein gutes Netzwerk und persönliche Kontakte für die Karriere entscheidend sein können.

Eine ebenso abwechslungsreiche wie aufschlussreiche Folge über berufliche Umwege, fliegerische Herausforderungen und die Leidenschaft für einen Beruf, der selbst nach Tausenden Flugstunden nichts von seiner Faszination verloren hat.

Über den Initianten Frank Liemandt

Seit fast 30 Jahren ist Dr. Frank Liemandt in der Luftfahrt tätig. Der studierte Geisteswissenschaftler und Quereinsteiger war unter anderem Pressesprecher, im Vertrieb von Flugzeugkomponenten und Kampfjets tätig, Geschäftsführer des Deutschen Hubschrauber Verbands sowie Messeleiter der EUROPEAN ROTORS. Seit 2014 führt er eine eigene Beratungsfirma. Für «Fly me to the top» nimmt er seine Gäste mit auf einen virtuellen Flug und spricht mit ihnen über ihre Karrierewege, Erfahrungen und persönlichen Wendepunkte.

Seit dem Start Mitte Februar erscheint jeden Donnerstag eine neue Episode, in der Persönlichkeiten aus der Luftfahrt Einblick in ihren beruflichen und persönlichen Werdegang geben.

COCKPIT ist Medienpartnerin

COCKPIT begleitet das Format als Medienpartnerin. Der Podcast ergänzt unsere Berichterstattung um eine persönliche Perspektive – weg von Schlagzeilen, hin zur Substanz und zu den Menschen hinter der Luftfahrt.

Die Gespräche sind auf Spotify, YouTube, Amazon Music, Audible, Apple Podcasts und Deezer abrufbar und werden auch über cockpit.aero sowie über die Social-Media-Kanäle von COCKPIT geteilt.

Einsteigen, anschnallen, Kopfhörer auf – und mit Phil Haupt abheben: vom ersten Schnupperflug bis zum Einsatz über brennenden Wäldern.