Andrea Amberges Begeisterung fürs Fliegen beginnt früh. Doch ihr Weg ins Cockpit fällt in eine Zeit, in der Pilotinnen noch keineswegs selbstverständlich sind. Immer wieder ist sie die erste Frau in einer neuen Funktion – und damit nicht nur fliegerisch gefordert. Sie muss Vorbehalte überwinden, sich gegen männliche Widerstände durchsetzen und beweisen, dass eine Frau im Cockpit mehr ist als eine bemerkenswerte Ausnahme.
Eine Laufbahn voller Premieren
Während ihrer 30 Jahre bei Lufthansa sammelt Amberge Erfahrung auf verschiedenen Flugzeugmustern und erreicht mehrere historische Meilensteine: Sie wird die erste Airbus-A340-Copilotin des Unternehmens, die erste Kapitänin auf dem A320 und schliesslich auch auf dem A340. Die Premieren sind jedoch nie Selbstzweck. Vielmehr öffnen sie Türen für jene Pilotinnen, die nach ihr kommen.
Aus ihren eigenen Erfahrungen heraus setzt sich Amberge früh für die Vernetzung und Sichtbarkeit von Frauen in der Luftfahrt ein. Sie engagiert sich in der Vereinigung Deutscher Pilotinnen und gehört zu den Gründerinnen des deutschen Ablegers der «Ninety-Nines», eines internationalen Netzwerks von Pilotinnen. Dabei geht es nicht allein um Gleichberechtigung, sondern auch um gegenseitige Unterstützung, Erfahrungsaustausch und weibliche Vorbilder in der Luftfahrt.
Neue Wege nach 30 Jahren Lufthansa
Mit dem Ende ihrer Lufthansa-Zeit im Jahr 2019 ist ihre fliegerische Laufbahn keineswegs abgeschlossen. Amberge beginnt, Piloten auf Citation-Jets der Typen C550 und C551 auszubilden, und widmet sich verstärkt einer weiteren grossen Leidenschaft: dem Schreiben.
Und weil auch ein erfülltes Berufsleben noch Platz für neue Träume lässt, erwirbt sie zusätzlich den Hubschrauberschein. Für die Folge von «Fly me to the top» hebt sie mit Frank Liemandt gleich dreimal und auf drei verschiedenen Flugzeugmustern ab.
Ein ebenso lebendiges wie persönliches Gespräch über fliegerische Premieren, weibliche Beharrlichkeit und den Mut, nach einer aussergewöhnlichen Karriere nochmals neue Wege einzuschlagen. Und über ein Leben, das genügend Stoff für ein Buch bereithält.
Über den Initianten Frank Liemandt
Seit fast 30 Jahren ist Dr. Frank Liemandt in der Luftfahrtbranche tätig – als Geisteswissenschaftler ein Quereinsteiger mit aussergewöhnlicher Laufbahn. Vom Pressesprecher in der Sparte Helikopter über B2B-Sales-Manager für Flugzeugkomponenten und Verkaufsdirektor für Kampfjets bis hin zum Geschäftsführer des Deutschen Hubschrauber Verbands sowie Messeleiter der EUROPEAN ROTORS hat er die Branche aus unterschiedlichsten Perspektiven kennengelernt. Seit 2014 führt er seine eigene Consultingfirma – und setzt sich neuerdings für «Fly me to the top» mit seinen Gästen ins virtuelle Cockpit.
Seit dem Start von «Fly me to the top» Mitte Februar erscheint jeden Donnerstag eine neue Folge mit wechselnden Gästen aus der Luft- und Raumfahrt sowie angrenzenden Bereichen.
COCKPIT ist Medienpartnerin
COCKPIT unterstützt «Fly me to the top» als Medienpartnerin, weil das Format einen Perspektivenwechsel wagt und damit perfekt zur Marke passt: weg von Schlagzeilen, hin zur Substanz.
Damit erweitert sich der redaktionelle Blick – vom geschriebenen Wort zum gesprochenen Dialog.
Die Gespräche sind auf Spotify, YouTube, Amazon Music, Audible, Apple Podcasts und Deezer abrufbar und werden auch über cockpit.aero sowie über die Social-Media-Kanäle von COCKPIT geteilt.
Kopfhörer auf – wir starten zu drei Flügen und einer Karriere voller Premieren!

